Ausflugs- und Reisetipps für den Hohen Fläming

Über die sozial und ökologisch nachhaltigen Ferienwohnungen auf Gut Schmerwitz habe ich bereits im letzten Beitrag berichtet. Doch das ist nicht alles was der Hohe Fläming zu bieten hat. In diesem Text versorge ich dich mit meinen liebsten Reisetipps für die Gegend.

Übernachten im Hohen Fläming

Springbach-Mühle Belzig in Bad Belzig

Die Springbach-Mühle ist Hotel und Restaurant zugleich. Hier kannst du im Fachwerkhaus regional speisen oder in einem der 56 Zimmer einen Unterschlupf für die Nacht finden. Im Naturpark Hoher Fläming gelegen, kannst du sehr einfach die Umgebung erkunden. Oder du machst es dir noch einfacher und bleibst vor Ort und verbringst etwas Zeit im dazugehörigen Wildpark oder am Teich.



 

Hühnerhof in Treuenbrietzen

Versteckt in der Altstadt Treuenbrietzens empfängt Stefanie Jeschke ihre Gäste. Der Hühnerhof bietet drei Apartments und drei Zimmer zum Übernachten. Wenn Stefanie etwas Zeit hat, dann kann man ihr ein paar Minuten im Atelier über die Schulter schauen. Denn neben der Betreuung ihrer Gäste illustriert die sympathische Treuenbrietzerin.

Gasthof Moritz in Rädigke

Mit dem historischen Charme eines Vierseithofes ausgestattet, ist der Gasthof Moritz. Hier gibt es das ganze Jahr über Veranstaltungen und man kann zum Frühstück, Mittag oder Abendessen vorbeikommen. Bei einem Fläminger Pils kann die Familie Moritz viel über die Region erzählen. Zum Beispiel wie es zu der Fläming Bibliothek im Speisesaal des Gasthof Moritz kam und warum dort nun über 3000 neue Verlagsbücher im 170 Einwohner-Dorf verliehen werden.

 

Gut Schmerwitz in Wiesenburg

Natürlich darf das Gut Schmerwitz in dieser Auflistung nicht fehlen. Der Bioland-Betrieb beschäftigt 15 Mitarbeiter und bietet in sechs Ferienwohnungen genug Platz für einen Wochenendausflug mit der Familie. Vor Ort kann einer der größten Bio-Landwirtschaftsbetriebe Deutschlands erkundet werden, der sich in Zusammenarbeit mit SCARABÄUS Hoher Fläming e.V. sozial engagiert.


 

Aktivitäten im Hohen Fläming

Wasserturm und Brausemuseum in Niemegk

Bis 1998 wurde im Wasserturm Niemegk mit Hilfe eines 100.000-Liter-Wassertanks der Wasserdruck von Niemegk reguliert. Als der Wasserturm nicht mehr notwendig war, kaufte ihn die Familie Höhne, die im Familienbetrieb seit mehreren Generationen regionale Getränke von der Brause bis zum Likör herstellt. Heute ist der Wasserturm ein Brausemuseum und informiert über die Familien- und Unternehmensgeschichte. Im Erdgeschoss befindet sich ein Hofladen. Besuchen kann man den Wasserturm Montag bis Freitag von 7:00 – 17:00 Uhr.

Hagelberg bei Bad Belzig

Ein Ausflug zum Hagelberg garantiert eine Bergbesteigung, die vermutlich jeder bewältigen kann. Das Hügelchen ist nur 200 Meter hoch. Dennoch sind die Menschen im Fläming nicht weniger stolz. Anscheinend ist er vom Standort in Hagelberg bei Bad Belzig die höchste Erhebung bis zur deutschen Küste. Zum Empfehlen ist ein „Aufstieg“ zum Sonnenuntergang. Die Stimmung am Abend und das Licht sind einfach wunderschön.

 

SteinTherme Bad Belzig

Die Therme in Bad Belzig fand ich spannend, da die wohltuende Wirkung der Sole hier auch in der Küche genutzt wird. So gibt es beispielsweise ein Bad Belziger Solebrot und einen Soleschinken. Das enthaltene Jod wirkt durchblutungsfördernd und hilft bei der Fettverbrennung. Leider ist der Effekt nicht sonderlich groß, wenn man sich gehörig den Bauch vollgeschlagen hat. Gespeist werden kann im Bade-, im Sauna- und im Eingangsbereich der Therme. Also auch Menschen, die keine Badegäste sind, können mal probieren.

Kunstwanderweg Hoher Fläming

Beim Wandern wird mir persönlich nie langweilig. Wer dennoch etwas Abwechslung möchte, sollte den Kunstwanderweg ausprobieren. Auf einer Nordroute (17 km) und einer Südroute (16 km) führen die Wanderwege vorbei an sämtlichen Skulpturen, die emsig der Verwitterung standhalten.

 

Wildnisschule Hoher Fläming

Die Wildnisschule von Paul Wernicke bietet Kurse für Kinder und für Erwachsene an. Im Fokus steht das Erleben der Natur. Zusammen mit den Kursteilnehmern vermitteln die Wildnislehrer das Spurenlesen, lehren die Kunst des Feuermachens oder verbringen ein Wochenende in der Wildnis. Auf der Website der Wildnisschule werden regelmäßig Kurse angeboten.

Nuthe-Nieplitz Nationalpark

Zum Radfahren und Wandern lädt der Nationalpark Nuthe-Nieplitz ein. Zwischen den Flüssen Nuthe und Nieplitz kann man den Erlenbruchwald entdecken und Vogelarten, wie Eisvogel, Braunkehlchen oder Kranich beobachten. Am besten nimmt man dafür einen Naturparkführer mit, der über das Naturparkzentrum vermittelt wird.

Mal´s Scheune in Wiesenburg

Kultur und Konzerte gibt es bei Mal. Der sympathische Inhaber Malcolm St. Julian-Bown ist stets bemüht Musiker aller Welt zu sich in die Scheune zu locken. Einen Auftritt bei ihm in Wiesenburg belohnt Mal mit einem Video, das er mit seinem Team produziert und stets auf YouTube veröffentlicht.

Coconat Coworking im Gutshof Glien bei Bad Belzig

Auch zum Arbeiten bietet sich der Hohe Fläming an. Auf dem alten Gut Glien haben die Gründer vom Coworking-Space das perfekte Ambiente zwischen sich wohl fühlen und Produktivität geschaffen. Junge Gründer, Selbstständige und kleine Unternehmen kommen hier her und arbeiten tagsüber an verschiedensten Projekten. Am Abend kommen alle zusammen und es wird zusammen gegessen. Coconat bietet mehrere Preisstaffelungen. Am günstigsten ist die Übernachtung im eigenen Zelt. Für Unterkunft, Verpflegung und Arbeitsplatz zahlt man dann etwa 25 Euro pro Tag. Teurer ist eine Variante mit Einzelzimmer. Dann können es bis zu 100 Euro pro Tag werden.

 

R1 – Rad- und Wanderweg

Quer durch den Hohen Fläming verläuft der Europaradweg R1, der Calais (Frankreich) mit Sankt Petersburg (Russland) verbindet. Er kreuzt vor Ort u.a. den Naturpark Hoher Fläming und ermöglicht es abseits der Autostraßen in Ruhe die Natur zu entdecken.

Königsblau-Töpferei in Wiesenburg

Bei Marcel kann man in der Königsblau-Töpferei auf dem Gut Schmerwitz das Töpfern erlernen. Am besten bucht man einen Kurs mit anderen zusammen. Wer nicht töpfern möchte, kann im Shop der Töpferei stöbern. Ich habe mir dort eine wassergekühlte Butterdose gekauft. Sie nutzt die physikalische Kraft der Verdunstungskälte und kühlt Butter ohne Nutzung eines Kühlschranks.

 

Essen im Hohen Fläming

Töpfer-Café in Wiesenburg

Sehr zu empfehlen ist der Brunch des Töpfer-Cafés auf dem Gut Schmerwitz. Eine Fülle an warmen und kalten Speisen warten dort auf den Verzehr. Besonders geschmeckt haben mir die Torten, die Küchenchef Peter zusammen mit seinen Kollegen zaubert. Das Café wird von SCARABÄUS Hoher Fläming e.V. als Teil der Suchthilfe betrieben.


 

Waldgaststätte Zur alte Eiche in Frohnsdorf

An jedem ersten und dritten Wochenende im Monat sowie an Feiertagen öffnet die Waldgaststätte „Zur alten Eiche“ ihre Türen. Gruppen ab 12 Personen können vor ihrer Wanderung durch den anliegenden Wald auch vorbestellen. Es gibt wechselnde Tagesgerichte aus der Region.

Den Gasthof Moritz in Rädigke und die Springbach-Mühle Belzig habe ich schon oben erwähnt. Beide Unterkünfte besitzen Restaurants und legen viel Wert auf saisonale und regionale Küche.

 

Offenlegung:
Der Tourismusverband Fläming hat im Sommer eine bunte Gruppe Blogger zu einem Wochenende im Hohen Fläming eingeladen. Ich war einer der Glücklichen und konnte vier Tage diesen Teil des Flämings entdecken. Meine Meinung wurde durch die Einladung nicht beeinflusst.

 

Autor

Ich bin Steven, 29 Jahre alt und der Autor dieses Blogs Reisen, Nachhaltigkeit und spannende Erlebnisse in der Natur. Schön, dass du hier bist. Für Lob oder Kritik nutze gerne die Kommentarfunktion oder verbinde dich mit mir auf Facebook oder Twitter.

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