5 Reisefilme, die Fernweh stillen

Im letzten Jahr war ich fast vier Monate auf Reisen. Es ging mit einem E-Auto ins Leipziger Umland, mit dem Rennrad durch Brandenburg, per Brandenburg, mit dem Bus durch Nordmazedonien, mit dem Nachtzug in die Schweizer Alpen und schlussendlich für zwei Monate nach Australien und Neuseeland. Die Reise an das andere Ende der Welt sollte eine kleine Auszeit werden, die ich mir sowohl finanziell als auch zeitlich angespart hatte. Hätte ich damals gewusst, dass es die letzte Reise für die nächsten Monate sein sollte, ich hätte es nicht geglaubt. Als Reiseblogger bin ich viel unterwegs. Nun sitze ich wie viele andere Zuhause fest. Und damit meine ich nicht meine Heimatstadt Berlin, sondern die eigenen vier Wände. Das ging einige Wochen ganz gut, doch in Lockdown-Woche acht packte mich das Fernweh mit voller Kraft. Dagegen halfen nur Reisefilme. Meine Liebsten möchte ich nun vorstellen.


Into the wild
Into the wild ist ein echter Klassiker und darf in dieser Liste nicht fehlen. Der Film basiert auf der Geschichte von Christopher McCandless, der 1990 nach dem Studium die Hauptstadt der Vereinigten Staaten verlässt und auf eine Reise durch die USA aufbricht. Sein großes Ziel: Alaska. Um dorthin zu kommen, trampt er, wandert zu Fuß und erledigt unterwegs kleine Jobs für Kost und Logis. Denn seine gesamten Ersparnisse hat er vor Beginn der Reise an Oxfam gespendet. Der unbändige Willen des Hauptdarstellers, seine Neugier und sein Abschied vom materiellen Besitz, machen den Film zu etwas ganz Besonderem.

Into the wild gibt es auf Amazon Prime Video.
 

 


Gorillas im Nebel

Gorillas im Nebel ist 1988 erschienen und beschäftigt sich mit dem Leben der Zoologin und Verhaltensforscherin Dian Fossey. Sie reist 1967 in den Kongo, um das Verhalten der vom Aussterben bedrohten Berggorillas zu erforschen. Während der Kongo-Krise reist sie nach Ruanda und setzt dort ihre Forschungen fort. Ihr gelingt es dort tatsächlich das Vertrauen einer Gruppe Berggorillas zu gewinnen. Doch während sie immer tiefere Beziehungen zu den Gorillas aufbaut, verliert sie den Bezug zur menschlichen Welt. Konflikte trägt sie genauso brutal aus, wie die Wilderer Ruandas, weshalb der Film sowie die Geschichte Dian Fosseys auf tragische Art und Weise endet.

Gorillas im Nebel gibt es auf iTunes und Google Play.
 

 


The Beach

Ein bisschen The Beach-Feeling schwingt wohl bei jedem mit, der durch Südostasien reist, verborgene Strände erkundet, im Dschungel wandert oder mit dem Motorroller Thailand entdeckt. Den Ursprung dieses Abenteurer-Geistes kann man in The Beach bewundern. Dort reist der Backpacker Richard, gespielt von Leonardo DiCaprio, durch Thailand. In einem Hostel erhält er eine rätselhafte Karte zu einem geheimen Strand. Zusammen mit zwei Reisebegleitern macht er sich auf den Weg und hofft das Paradies zu finden. Auf der, ohne Frage, traumhaften Insel werden die jungen Freunde auf die Probe gestellt. Können sie das Abenteuer bestehen? Kurios: Trotz Haiangriffen und Drogenanbau im Film, wurde der Drehort Ko Phi Phi Leh ein wahrer Touristenmagnet. Die Schäden durch den Tourismus waren so stark, dass der Strand bis 2021 gesperrt wurde. Der Film ist jedoch auch weiterhin zu empfehlen. Nur den Massentourismus sollte man vermeiden, was in den aktuellen Zeiten wohl nicht schwierig ist.

The Beach
kann man auf YouTube kostenpflichtig streamen.
 

 


Jungle
Jungle ist einer der jüngeren Filme auf dieser Liste. Er handelt vom
Reisenden Yossi Ghinsberg, der von Daniel Radcliffe in der Hauptrolle gespielt wird und 1981 in Lateinamerika unterwegs ist. Yossi schließt neue Freundschaften und läuft eines Tages dem Aussteiger Karl über den Weg, der ihm eine Wanderung durch den Amazonas offeriert. Ihm gelingt es seine neuen Freunde für den Trip in den Urwald zu begeistern, sodass die Reisenden und der Aussteiger in eine Expedition starten, aus der sie sich schon sehr bald herauswünschen. Denn plötzlich tobt der Kampf ums Überleben. Der Film basiert auf den realen Erfahrungen Yossi Ghinsbergs, einem israelischen Autor und Umweltaktivisten.

Jungle
ist auf Amazon Prime Video erhältlich.
 

 


Das Beste kommt zum Schluss
Milliardär
Edward Cole und Mechaniker Carter Chamerbers könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie teilen sich ein Zimmer im Krankenhaus und können sich nicht ausstehen. Doch dann bemerken die beiden, dass sie vor dem Ende ihres Lebens noch so einige Dinge gerne ausprobieren möchten. Und das schweißt sie zusammen. Sie machen gemeinsame Sache, notieren ihre persönlichen Dinge, die sie vor dem Tod noch erleben möchten und arbeiten dann ihre sogenannte „Brandenburg“ ab. Der Film ist lustig, emotional und zeigt in einer gewissen Weise, dass wir das Leben nicht nur im letzten Moment, sondern schon viel eher genießen sollten. Yolo.

Das Beste kommt zum Schluss ist im Angebot von Netflix enthalten.
 

 

Dieser Beitrag ist zunächst in der WELT und online auf welt.de erschienen.

Autor

Ich bin Steven, 30 Jahre alt und der Autor dieses Blogs über Reisen, Nachhaltigkeit und spannende Erlebnisse in der Natur. Schön, dass du hier bist. Im März 2019 habe ich die NGO WeWater mit Freunden gegründet. Hast du ein paar Euro übrig, freue ich mich für meine gemeinnützige Organisation über eine Spende. Vielen Dank. Für Lob oder Kritik nutze gerne die Kommentarfunktion oder verbinde dich mit mir auf Facebook oder Twitter.

Hinterlasse ein Kommentar

Kennst du schon meine Youtube-Videos?Jede Woche erscheint drüben auf Youtube ein neues Reisevideo.
Schau mal rein und abonniere jetzt meinen Kanal. Vielen Dank!