Die besten Badeseen in Berlin sind gesucht? Dann freue dich auf unseren 10 besten Tipps für eine perfekte Abkühlung in der Hauptstadt.

Summer in the city – klar, mit Corona und Co. müssen wir von unseren Reiseplänen abrücken. Also heißt es: Urlaub in Deutschland und Berlin stehen auf dem Plan. Es gilt die Badeseen in Berlin und Brandenburg zu erkunden. Nach Brandenburg ist es ohne Auto oft zu weit. Und um sich das Strand- und Meerfeeling nach Hause zu holen, müssen wir die besten Badeorte in Berlin kennen. Mit den wunderschönen Brandenburger Seen wie dem Großen Stechlinsee oder Sacrower See kann Berlin nicht so ganz mithalten. Aber trotzdem hat Berlin außer dem Müggelsee und Wannsee noch einiges mehr an Berliner Seen zu bieten: Bademöglichkeiten in Berlin gibt es viele. Das sind meine Favoriten für die schönsten Badeseen Berlin.

 

1.)    Tegeler See – einer der besten Badeseen Berlins

tegeler see
(c) Lienhard Schulz

Am Tegeler See bin ich aufgewachsen. Hier habe ich heiße Sommertage verbracht, mein erstes Bier in lauen Sommernächten getrunken – und bin im Winter auf ihm sogar Schlittschuh gelaufen. Fun fact: der Tegeler See, im Norden von Berlin gelegen, mitten in Reinickendorf, ist eigentlich gar kein See: Der Tegeler See ist einfach nur ein verdickter Teil der Havel, dem zweitbekanntesten Fluss Berlins. Dadurch ist seine Wasserqualität besonders super. Der Tegeler See ist besonders gut von – logisch – Tegel aus zu erreichen, wo es über die beschauliche Greenwich-Promenade mit vielen Eisständen zum Tegeler Hafen geht. Setzt man sich in Tegel aber in den Bus 222 oder aufs Fahrrad, erreicht man die schönsten Badestellen. Für mich: Der schönste See Berlins.

Tipp: In Konradshöhe liegt das Strandbad Tegel. Aber wenn man es ruhiger mag: Um das Strandbad herum gibt es einige ebenso schöne und ruhigere Buchten.

 

2.)    Orankesee – baden in Hohenschönhausen

Strandbad Orankesee
(c) Mazbln

Der Orankesee ist klein, aber hat sich aus verschiedenen Gründen zu einem unserer absoluten liebsten Badeseen in Berlin entwickelt: Er liegt nicht so weit außerhalb. Während es zum Müggelsee, Wannsee und Co. lange S-Bahnfahrten in vollen und heißen S-Bahnen geht, erreicht man das Freibad Orankesee easy mit der Tram. Das Strandbad Orankesee ist nicht überlaufen, super sauber und deshalb wirklich angenehm. Witzig: Steven wuchs ganz in der Nähe von Orankesee und Obersee auf. Er erkundete die Seen vor allem bei Fahrradtouren in allen Jahreszeiten.

Tipp: Bei Pommes rot-weiß für zwei Euro fühlt man sich direkt zurückversetzt in den Sommer 2008.

 

3.)    Schwimmen im Plötzsensee

Plätzensee Baden
(c) Johannes Krüger

Eigentlich ist der Plötzensee gar nicht so schön: Er ist klein, das Strandbad auch. Allerdings gibt es gegenüber vom Strandbad, direkt an der Promenade am Plötzensee, kleine Böschungen. Die liegen im Schatten, von ihnen kann man auch ins Wasser springen und dem Trubel gegenüber zuschauen. Der Plötzensee ist zum Baden perfekt für alle, die es auch im Sommer urban mögen. Denn der Zugang zum Plötzensee liegt gut erreichbar zwischen Tram (M13, Virchow-Klinikum), U-Bahn (U9) und S-Bahn (U41, U42, U46) am Westhafen.

Tipp: Wem es am kleinen See zu trubelig wird: Die Rehberge direkt hinter dem Plötzensee sind einer der schönsten Volksparks Berlins – groß und wirklich nie überfüllt.

 

4.)    Flughafensee – Badesee direkt am Flughafen

Flughafensee Berlin
(c) Dirk Reichel

Okay, noch einer im Norden. Der Flughafensee ist nicht ganz so weit abgelegen wie der Tegeler See und nicht ganz so klein wie der Plötzensee – best of both worlds, sozusagen. Künstlich angelegt recht nah am Flughafen TXL wird er zu dem Tipp der kommenden Sommer – denn im Herbst soll endlich der Flughafen Tegel schließen. Und schon jetzt ist dort durch Corona weniger Fluglärm über dem See als noch die Jahre zuvor.

Tipp: Der Flughafensee ist der tiefste in Berlin – deshalb suchen ihn Leute nicht nur zum Baden auf, sondern auch zum Angeln.

 

5.)    Wannsee – der Westberliner Klassiker unter den Seen

Wansee Berlin
(c) t-stern

Natürlich – keine Liste über Badeseen in Berlin kommt ohne den Wannsee aus. Er ist der Westberliner Klassiker. Das Strandbad Wannsee ist mit über 1000 Metern Sandstrand riesig, schön, gepflegt und natürlich auch: voll. Ein Geheimtipp ist der Wannsee natürlich nicht mehr. Wie auch, wenn an ihm seit über 100 Jahren Badekultur gepflegt wird. Wir verstehen ihn deshalb vor allem als eins: Berliner Kulturgut. Segelboote beobachten oder selbst ein Ruderboot mieten – all das geht am Wannsee. Hier lassen sich nicht nur Stunden verbringen, sondern auch locker ein ganzer Tag.

Tipp: Alles in Wannseenähe ist wunderschön und einen Besuch wert: Babelsberg, die Schlossgärten, Klein-Glienicke, die Liebermannvilla – ein Fahrradausflug um den See lohnt sich allemal.

 

6.)    Müggelsee – der größte See in Berlin

Müggelsee aus der Luft
(c) Dr Bernd Gross

Die andere Institution, nur aus Ostberlin. Du kennst diesen See vielleicht, wenn du mal mit dem Flugzeug nach Berlin gekommen und in Berlin-Schönefeld gelandet bist. Minuten vor der Landung hat man einen tollen Blick auf diesen See. Die Rede ist vom Müggelsee, dem größten See in Berlin. Und er glänzt auch mit vielen Strandbädern, wie dem Seebad Friedrichshagen, dem Strandbad Müggelsee plus FKK-Strand oder dem Badestrand kleiner Müggelsee. Hier gibt es auch noch sehr viel mehr zu entdecken als nur Strände zum Baden. Zum Beispiel die Altstadt Neu-Venedig mit vielen Brücken und einem genialen Urlaubsflair. Am besten mietet man sich in Treptow ein Boot, ganz egal, ob Kajak, Floß oder Motorboot. Danach fährst du dann nach Osten, durchquerst den Müggelsee und erkundest Neu-Venedig vom Wasser aus.

Im Herbst, meistens im Oktober, findet rund um den Müggelsee der Müggelsee-Halbmarathon statt. Ein wirklich fantastischer Lauf, den du dir nicht entgehen lassen solltest … wenn du trainiert hast. Steven sagt “Definitiv schönster See in Berlin”.

Tipp: Wer mobil ist, sollte sich zum kleinen Müggelsee vorwagen. Er liegt zwar weiter außerhalb, ist aber auch ruhiger, kleiner und geschützter.

 

7.)    Krumme Lanke – der Favorit unter den Student*innen der FU Berlin

Krumme Lanke baden
(c) Fridolin Freudenfett

Nicht unser Favorit zum ins Wasser gehen, aber unter Studierenden der absolute crowd-favourite. Nahe an der Freien Universität gelegen, haben wir uns nach der Uni immer aufs Rad geschwungen und sind an den See gefahren. Was die Krumme Lanke durch Schönheit nicht gewinnen kann, macht sie durch die Stimmung wieder wett: Ab mittags sind hier im Sommer bereits Gruppen Studierender anzutreffen, oft mit Musik und einem Bierchen. Das klingt zwar nach grölenden Großstadtkids, aber dem ist nicht so. Der Kontrast aus gut gelaunten Studierenden und Grunewald-Feeling ist die perfekte entspannende Mischung.

Tipp: Da die Krumme Lanke recht klein ist, kippt der See recht schnell, die Wasserqualität ist nicht die beste. Also: am besten am Anfang des Sommers besuchen, mit einem kühlen Radler im Gepäck.

 

8.)    Schlachtensee – baden im Grunewald

Nordufer Schlachtensee
(c) Alexander Grams

Wenn die Krumme Lanke auftaucht, dann ist meist auch der Schlachtensee nicht weit. Der Schlachtensee ist quasi der bewaldete große Bruder von der Krummen Lanke und deshalb auch für ein sonnenscheues Publikum geeignet. Statt heißem weißen Sandstrand gibt’s hier hohe Bäume, viel Schatten und Waldduft – also eher einer der besten Badeseen Berlins für Menschen, die lieber im Schatten liegen. Der Schlachtensee liegt übrigens im Grunewald. Deshalb eignet er sich auch perfekt als Zielort nach einem kleinen Spaziergang durch diesen größten und schönen Wald Berlins.

Tipp: Da Schlachtensee und Krumme Lanke direkt nebeneinander liegen, ist der Schlachtensee auch die perfekte Anlaufstelle, wenn die Krumme Lanke zu voll ist. Die Bäume schirmen ab und lassen einen immer irgendwo einen versteckten Platz zum Verweilen finden.

 

9.)    Strandbad Jungfernheide – Schildkröten beoachten und baden in einem

Schildkröte am Strandbad Jungfernheide
Schildkröte am See Jungfernheide

So ein richtiger schöner großer Berliner Badesee à la Wannsee ist das Strandbad Jungfernheide nun wirklich nicht. Zwischen Spandau und Charlottenburg gelegen, ist die Jungfernheide aber, ähnlich wie der Plötzensee, eine perfekte Kombination aus: Schwimmen gehen, Grünanlage und dennoch mit easy Anbindung durch die U-Bahn. Deshalb eignen sich Strandbad und Freibad Jungfernheide auch perfekt für einen schnellen Ausflug am Nachmittag, ohne den ganzen Tag zum Baden gehen einplanen zu müssen.

Kurios: Im See Jungfernheide leben nordamerikanische Schildkröten, die hier vor Jahren ausgesetzt wurden. Also schau dir mal ganz genau die Ufer an.

Tipp: Neben dem Freibad Jungfernheide ist auch ein riesiger Abenteuerspielplatz für Kinder – die Jungfernheide ist also für Familien besonders gut geeignet.

 

10.) Groß Glienicker See – Badesee mit 1A Wasserqualität

Groß Glienicker See
(c) Michael Fiegle

Am äußersten Ende von Kladow gelegen, ist der Groß Glienicker See in diese Liste Berliner Badeseen fast schon geschummelt: Zur Hälfte gehört er zu Brandenburg. Dennoch ist er so schön, dass wir ihn nicht vergessen wollen: Das Wasser ist sehr klar, die Wasserqualität super. Also definitiv eine der besseren Bademöglichkeiten in Berlin. In der Mitte liegen zwei grüne Oasen, die man anschwimmen kann. Auch hier gibt es alles, was man sich im Sommer wünscht: Essensstände, Bootsverleih und weißen Sand. Vielleicht neben dem Tegeler See mit dem Prädikat: Schönster See Berlins.

Tipp: An den Nordbuchten ist weniger los, als an den südlichen Sonnenstränden.

Alle Badestellen dieser Seen findest du mit Hilfe dieser Badestellen-Suche auf berlin.de.

Über die Badessen rund um Berlin werden wir schon ganz bald berichten. Daher sag uns doch bitte unbedingt welchen See wir hier vergessen haben und welche Badeseen du in Berlin noch empfehlen kannst!? Wir freuen uns auf deine Tipps in den Kommentaren.

Warum ist es gut in Deutschland zu reisen? Du sparst viele Emissionen der Anreise. Mehr erfährst du in diesem Text über Nachhaltigkeit und Flugreisen.

Autor

Hey, ich bin Mina! Geboren in Berlin, bin ich schon immer gern unterwegs. Mich reizen Städte, Architektur und das urbane Leben, ich liebe Pflanzen, Natur und Kunst aber genauso. Ich bin durchs südliche Afrika getrampt und um für Frieden in Syrien zu protestieren quer durch Serbien gewandert. Ich durfte Machu Picchu sehen, im Antiatlas Rad fahren und in Tansania Interviews auf Swahili führen. Ich gehe stets der Fragestellung nach: Wie kann ich nicht nur ökologisch sondern auch ethisch nachhaltig reisen?

1 Comment

  1. Ich kann auch noch den Scharmützelsee empfehlen! Liegt in Brandenburg, nicht weit weg von Berlin. Vielen Dank für diese interessante Übersicht!
    LG Steve W.

Hinterlasse ein Kommentar

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzbedingungen

Kennst du schon meine Youtube-Videos?Jede Woche erscheint drüben auf Youtube ein neues Reisevideo.
Schau mal rein und abonniere jetzt meinen Kanal. Vielen Dank!